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Vampirkrabbe (Geosesarma / Red devil)


Körperlänge: gut 2 cm Carapaxbreite

Lebenserwartung: ca. 4 Jahre

Verbreitung: Ostasien, vermutlich Sulawesi

Lebensraum: Feuchtgebiete im Landesinneren, teilweise auf Bäumen

Temperatur: 20 - 27°C



Familie: Mangrovenkrabben (Sesarminae)

GattungGeosesarma

Art: Vampirkrabbe (Geosesrma sp.)

Aussehen

Besonders auffällig an den kleinen Krabben sind ihre orangefarbenen bis roten Augen, die den exotischen Eindruck noch dadurch verstärken, dass sie auf Stielen angelegt sind. Die Beine und auch die Krallen sind im Vergleich zu anderen (Mangroven-) Krabbenarten recht lang. Die Färbung kann rot, blau und lila sein und sehr individuell ausfallen. Die Beine wirken oft bläulich, die Scheren und der Rückenpanzer eher rötlich, gelegentlich helllila. Die meisten Krabben tragen einen großen Fleck auf dem Rücken, der fast reliefartig oder zusätzlich aufgesetzt wirkt. Einzig das „Gesicht“ wirkt bräunlich.

Nachwuchs und Aufzucht

Vampirkrabben gehören zu denjenigen Mangrovenkrabbenarten, die relativ weit an das Landleben angepasst sind, was ein Vorteil bei der Nachzucht ist, Die Folge dieser Anpassung ist nämlich die gewonnene Unabhängigkeit vom Meer, in dem bei anderen Arten erst mit der Zeit aus Larven kleine Krabben werden.

Die Eier der Vampirkrabben sind größer (bis zu 1 mm) als die der Artgenossen. In ihnen findet die gesamte Entwicklung des Nachwuchses statt, sodass fertige kleine Krabben schlüpfen. Bis dahin führen einige Weibchen gern eine besonders versteckte Lebensweise und vermeiden Kontakt mit anderen.
Krabbentypisch ist dagegen der breite Brutraum in Form eines halbrunden Bauchsegmentes. An der Form sind auch die Geschlechter zu unterscheiden: Die Männchen tragen ein schmaleres Bauchsegment.

Vampirkrabben werden noch nicht allzu lange im Zoohandel angeboten, daher ist vieles aus ihrem Leben noch relativ unbekannt. Die feuchtwarmen Bedingungen, unter denen die Vampirkrabben gepflegt werden, sagen ihnen offenbar zu, denn die Fortpflanzung der kleinen Krabben geschieht hier von ganz allein. Viele der kleinen Krabben werden erwachsen, sodass von einer erfolgreichen Nachzucht gesprochen werden kann.

Lebensweise und Verhalten

Vampirkrabben gelten als friedlich, denn sie setzen ihre Scheren meist als Werkzeuge und Essbesteck und nicht als Waffen ein, zumindest nicht gegen Artgenossen. Die besonders flinken Zehnfüßer halten sich zwar hauptsächlich in ihrem kleinen Revier auf – sind also sehr ortsgebunden –, dennoch pflegen sie gern direkten Körperkontakt. Oft sitzen sie gemeinsam über- oder nebeneinander zusammen. Obwohl eher dem Land verbunden, verbringen einige Individuen auch gerne Zeit im Wasser. Sie gelten als nachtaktiv, doch gelegentlich heißt es auch, Vampirkrabben seien insbesondere in den frühen Morgenstunden aktiv und gut zu beobachten.